Ulli fragt … #1 Mirjam Seidel | Freigänger Dogwalking Service Leipzig

von Ulrike Seumel

Ulli fragt… startet mit dem ersten Interview.

Jeden letzten Dienstag im Monat werde ich für euch ein Interview mit einer tollen Persönlichkeit veröffentlichen.

Den Auftakt macht Mirjam Seidel. Mirjam ist mittlerweile eine liebe Freundin von mir, die sich in den letzten Jahren toll entwickelt hat und anfängt, ihren Traum zu leben. Seit August ist sie als Dogwalkerin in Leipzig unterwegs.

Hallo Mirjam, kannst du dich meinen Leser*innen bitte kurz vorstellen?

Na klar… Mein Name ist Mirjam Seidel. Ich lebe mit meinem Partner und unserer Rhodesian Ridgeback Hündin Luna im schönen Leipziger Süden. Anfang August diesen Jahres – sozusagen ganz frisch – habe ich meinen Dogwalking Service gegründet.

Nebenbei arbeite ich noch als Projektleiterin in einer Sales-Agentur.

Mein Ziel ist es, mich gänzlich dem Dogwalking zu widmen. Für mich gibt es nichts Schöneres, als voll und ganz meiner Leidenschaft zu folgen.

Wir kennen uns ja schon ein paar Jahre – erzähl bitte meinen Leser*innen, wie wir uns kennengelernt haben.

Oh, da muss ich graben – ich weiß noch, dass ich damals im Internet nach sinnvollen Beschäftigungsmöglichkeiten für meine Maus gesucht habe. Dabei bin ich auf den Schnüffelspaß bei Dog It Right gestoßen – fand ich für meinen Nasenprofi eine klasse Sache.

Beim weiteren Stöbern auf der Homepage fiel mir dein angebotener Vortrag Nicht nur belohnen, sondern positiv verstärken ins Auge. Da ich bis dato von positiver Verstärkung noch nichts gehört hatte, habe ich aus reiner Neugier teilgenommen. Und ich kann sagen, von dem Tag an war ich überzeugt, dass die Trainingsmethode genau richtig für meine Zarte und mich ist. Ich war nie wirklich richtig glücklich mit meinen bisherigen Trainingsansätzen, da sich Luna meist sichtlich unwohl dabei fühlte.

Es folgte das erste Einzeltraining bei dir, es folgten Gruppenstunden und Begegnungstrainings und das Schönste, was folgte, war ein gern kooperierender Hund.

Für alle Baustellen, die meine Maus hatte, hast du immer eine individuelle, logische und vor allem super umsetzbare Lösung gefunden. Deiner symphatischen Art ist es außerdem geschuldet, dass wir gute Freundinnen geworden sind.

Was macht eine Dogwalkerin eigentlich?

Ganz pragmatisch gesprochen unterstütze ich Menschen mit Hund, die beruflich stark eingebunden, krank oder einfach verhindert sind. Die Zeit, mit dem geliebten Vierbeiner ausgiebig Gassi zu gehen, fehlt – zu Lasten der Fellschnuten. Das muss nicht sein.

Ein ganz angenehmer Nebeneffekt ist zusätzlich zur Auslastung, dass die Sozialkompetenz der Hunde untereinander positiv gestärkt wird.

Wie läuft so ein Kennenlernen bei dir ab?

Ich persönlich bevorzuge das erste Kennenlernen bei den Hundehaltern zu Hause – birgt meist eine entspannte Atmosphäre. Dazu vereinbaren wir einfach einen ganz unverbindlichen und auch kostenfreien Termin.

Es gibt keinen „Gesprächsleitfaden“ meinerseits, da sich jedes Kennenlernen anders gestaltet. Vorrangig geht es natürlich um den lieben Vierbeiner.

  • Welche Verhaltensweisen zeigt er im Bezug auf Artgenossen, andere bzw. fremde Menschen, Kinder etc.?
  • Gibt es Angstauslöser, in welcher Form auch immer?
  • Wie steht es um die jagdliche Motivation?
  • Verhalten an Ressourcen?
  • Womit beschäftigt er sich am liebsten, womit weniger?
  • Wie ist der Gesundheitszustand?

Wer mit meiner Trainingsphilosophie über positive Verstärkung oder dem Begriff Markertraining noch nichts anfangen kann, erhält natürlich einen Einblick in diese wunderbare Umgangsmethode.

Die Basis des Ganzen bildet natürlich ein großes Maß an Vertrauen – das Liebste in fremde Hände zu geben, fällt nicht leicht.

Sind wir uns positiv gesinnt, möchte ich, bevor es mit der Gruppe auf Tour geht, den Hund erst einmal allein mitnehmen. Diese Zeit nutze ich, um mir noch ein eigenes Bild vom Vierbeiner zu machen und auch, um ihn – wenn nötig – auf mein Markersignal zu konditionieren.

Du holst die Hunde von Zuhause ab und bringst sie auch wieder nach Hause – wie transportierst du sie?

Ich habe einen klimatisierten Transporter mit fest eingebauten einzelnen Boxen. Der Bodenbelag ist selbstverständlich rutschfrei und lässt sich leicht reinigen. Die Sicht untereinander ist eingeschränkt, um die Fahrten für die Nasen so entspannt wie möglich zu halten.

Wie integrierst du neue Hunde in deine Gruppe?

Bei mir gibt es da kein festes Muster. Ich entscheide das je nach Hundetyp.

Habe ich zum Beispiel Hunde dabei, die sehr schnell und intensiv Kontakt zu Artgenossen aufnehmen, kommt der neue Hund als erstes raus – die anderen folgen nacheinander. So wird der neue Hund nicht ganz so überfordert und die Erregung steigt nicht übermäßig an.

Habe ich Hunde dabei, die den Kontakt zwar aufnehmen, sich jedoch relativ schnell wieder abwenden, lasse ich diese zuerst heraus und der neue folgt zuletzt. Welche Variante auch zum Tragen kommt, mein Markersignal wird unterstützend regelrecht geträllert.

Was passiert alles auf deinen Touren?

In erster Linie dürfen meine lieben Freigänger natürlich einfach Hund sein und im möglichen Rahmen ihren Bedürfnissen nachgehen – miteinander spielen, toben, „Zeitung“ lesen, sofern möglich Bällchen jagen. Wenn ich eines mit Gewissheit habe, dann ist das Zeit. Wenn es für einen Hund nun gerade nichts Schöneres gibt, als genau an diesem einen Gänseblümchen fünf Minuten zu schnuffeln, dann kann er das tun. In der Zwischenzeit kann ich die anderen Hunde einfach mit Suchspielen oder auch Aufmerksamkeitsübungen beschäftigen.

Nicht zu kurz kommen auch immer wieder kleine Trainingseinheiten, wie Rückruf -, Sitz – und Bleib-Übungen. Wir trainieren z.B. den Nasentouch, der unheimlich hilfreich ist, die Hunde an eine bestimmte Position zu lotsen, sofern dies notwendig ist.

Sollte sich die Dynamik in der Gruppe hochschaukeln, durch ein vorangegangenes Rennspiel z.B, lege ich viel Wert auf Entspannungspausen, sodass das Erregungslevel der Fellis und auch meines wieder sinkt. Insgesamt soll bei mir jeder Hund auf seine Kosten kommen und entsprechend ausgelastet werden.

Ich freue mich immer riesig, wenn Halter*innen mir von ihrem zufrieden schnarchenden Liebling berichten – mein Verstärker.

Was ist dir als Dogwalkerin besonders wichtig?

Ich möchte nicht sagen, dass das Dogwalking für den Hund zumindest am Anfang völlig stressfrei ist.

Viele neue Dinge kommen auf ihn zu, jemand anderes holt ihn ab, die Fahrt im Transporter, fremde Hunde, womöglich neue Auslaufgebiete, lediglich geteilte Aufmerksamkeit durch mich während des Auslaufes. Das ist schon ein ganzer Batzen. Daher ist es mir unheimlich wichtig, jeden Abschnitt so stressminimiert wie möglich zu gestalten.

 

Aktuell habe ich eine Hündin, die die Box im Transporter ganz gruselig fand und nicht einsteigen mochte. Ich hatte das Glück, dass die Halter*innen zu Hause waren und wir haben beschlossen, das Ganze abzubrechen. Wir haben uns die Zeit genommen, das Einsteigen kleinschrittig zu üben. Mittlerweile springt die Hündin von allein hinein.

Wenn die Zeit da ist, die Anforderungen an die Möglichkeiten des Hundes anzupassen, dann möchte ich diese nutzen.

Wie im normalen Leben lerne auch ich als Dogwalkerin nie aus. Dahingehend gehört es für mich dazu, mich stetig weiterzubilden und mein Wissen gerade im Bezug auf den Umgang mit einer Hundegruppe zu erweitern.

Wie kann ich zu dir Kontakt aufnehmen, wenn ich deinen Dogwalking Service nutzen will?

Heutzutage führen bekanntlich viele Wege nach Rom oder auch zu mir.

Je nach persönlichen Vorlieben bin ich erreichbar:

 

 

 

 

Danke für das Beantworten meiner Fragen. Ich hoffe, dass ganz viele Hunde in den Genuss deines Dogwalking Services kommen dürfen.

Über die Autor*in

Ulrike Seumel

Ulrike Seumel ist Trainerin für Menschen mit Hund, Coach, Autorin und Gründerin von Dog It Right. Mit Dog It Right begleitet sie Menschen und ihre Hund auf dem Weg zu einem glücklichen und unbeschwerten Leben. Ihr Team und sie trainieren Hundehalter*innen, damit diese wissen, wie sie mit ihrem Hund umgehen. Die Menschen sollen Probleme erkennen, verstehen und lösen können. Dabei trainieren sie immer mit den Bedürfnissen und Stärken von Mensch und Hund.

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