Drei Gründe, warum du deine Vorsätze nicht erreichst

von Vanessa Hentschel

2016 formulierte ich das erste Mal bewusst meine guten Vorsätze für das neue Jahr. Als frisch gebackene Hundehalterin hatte ich mir einiges vorgenommen, denn in den fünf Monaten mit meiner Hündin Mara hatten sich viele Probleme offenbart. Das sagten zumindest die anderen Hundehalter*innen, die ich traf.

Verunsichert durch die vielen verschiedenen Meinungen und Ratschläge, entschloss ich mich dazu, alle Schwierigkeiten anzugehen. Ich nahm mir also im Oktober vor, das Training gleich am Anfang des neuen Jahres in Angriff zu nehmen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – oder etwa doch?

Ich war beruhigt.
Nun konnte ich das schlechte Gewissen beim gemeinsamen Spaziergang mit anderen Hundemenschen beiseite schieben, denn Neujahrsvorsätze kommen immer gut an. Schließlich musste ich erst einmal entscheiden, wie ich überhaupt starten würde. Weiterhin war ich fest entschlossen, eine*n Hundetrainer*in um Rat zu bitten. Aber das machte drei Monate vor Jahresende nun auch keinen Sinn mehr. Wie sollte ich denn kurz vor den Feiertagen noch entscheiden, welches Training zu uns passt? Es gab so viele Trainingsansätze – und keiner gefiel mir. Noch dazu diese A4-Seite, vollgeschrieben mit Problemen.
Puuh.

Aber: ich hatte ja noch drei Monate Zeit, mir genauestens Gedanken zu machen.

Ich habe es nicht geschafft, meine Vorsätze für 2017 zu erfüllen.

Dafür kamen aber immer neue Baustellen dazu, bis ich Ende 2018 total verzweifelt war. Auf die Hundewiese gingen wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Mara verbellte auf große Distanz fremde Männer und andere Hunde.
Wenn ich nach der Arbeit nach Hause kam, fand ich immer ein Chaos aus zerfetztem Papier oder zerkauten Socken vor. Maras Gelassenheit hatte auch im Haus stark nachgelassen: sie wimmerte und fiepste viel, ohne, dass ich einen Grund dafür ausmachen konnte.

Ich hatte mir doch so viel vorgenommen. Warum wollte es mir nicht gelingen, unsere Probleme zu bewältigen?

Die größte Hürde wartet am Start

Wahrscheinlich geht es dir sehr ähnlich. Du hast nach Anregungen gesucht, damit du zu Beginn des Jahres mit der Umsetzung starten kannst. 2020 war turbulent, da blieben manche Dinge einfach auf der Strecke. Und auch wenn du hochmotiviert und entschlossen bist – so kurz vor dem Jahresende lohnt es sich auch nicht mehr, mit dem Training zu starten.

Na, habe ich dich erwischt?

Bitte fühle dich deswegen nicht schlecht. Ich möchte dir verraten, warum es so schwierig sein kann, Veränderungen umzusetzen.

1. Du weißt nicht, wie und wo du anfangen sollst.

Du weißt, was alles nicht funktioniert. Du kannst wie aus der Pistole geschossen aufzählen, was sich beim Zusammenleben mit deinem Hund verändern soll. Und dann ist da nicht nur dein Hund: Jede*r von uns hat auch noch einen Alltag, welcher bewältigt werden muss. Oft verlieren wir schon den Fokus auf das, was toll funktioniert, bevor wir überhaupt darüber nachdenken können.
Und dann sitzen wir vor unserem Berg Arbeit und wissen gar nicht, wie wir diesen erklimmen sollen.

2. Die Ziele, die du verfolgst, sind gar nicht deine.

Klingt komisch, oder? Aber höre einmal genau auf dein Bauchgefühl: Was möchtest du für dich und deinen Hund verändern? Was wünscht du dir für euer Zusammenleben? Und woran möchtest du nur arbeiten, weil jemand auf der Hundewiese dich darauf aufmerksam gemacht hat? Was empfindest du nur als störend, weil du bei Instagram gelesen hast, dass es so ist?

Mir wurde damals gesagt mein Hund wäre nicht leinenführig, weil sie nicht neben, sondern etwas versetzt vor mir läuft. Dadurch wurde ich verunsichert, obwohl ich es so am entspanntesten für Mara und mich empfand.

3. Deine Ziele sind zu hoch angesetzt.

Von 0 auf 100, so hatte ich mir das damals vorgestellt. Alle Schwierigkeiten sollten sich mit einem Fingerschnippen in Luft auflösen. Aber genauso wenig wie du an einem Tag ein Haus baust oder Pianist*in wirst, kannst du erlerntes Verhalten innerhalb von wenigen Einheiten komplett verändern oder „löschen“. So funktioniert Lernen nicht. Du erreichst dein großes Ziel schneller und nachhaltiger, wenn du kleinere Teilziele voran stellst. Und diese kleinen Ziele bringen noch einen positiven Effekt mit: viele kleine Erfolge und weniger Frustration.

Aber was hat das jetzt mit Neujahrsvorsätzen zu tun?  Diese drei genannten Aspekte treffen doch generell auf das Training zu, nicht wahr?

Und genau das ist der Punkt:

Es gibt kein Datum, ab dem du mit dem Training starten musst. Wichtig ist, dass du startest.

Veränderung beginnt, sobald du dich dafür entscheidest.
Was ich auf keinen Fall möchte, ist dir auszureden, dir Ziele zu setzen.
Wenn du dich zu sehr auf einen Zeitpunkt konzentrierst ist die Gefahr von Frustration jedoch sehr hoch.
Und Druck im Training lehnen wir strikt ab, denn dieser hilft weder deinem Hund noch dir.

Mara und ich sind heute ein unschlagbares Team.
Wir verstehen uns blind, ich vertraue ihr sehr und sie hat eine Reihe von Strategien, die ihr in schwierigen Momenten helfen. Doch das alles haben wir nicht im Jahr 2017 geschafft. Auch nicht im darauffolgenden Januar. Ich habe mich im März 2018 aufgerafft, mir überlegt, was ich wirklich verändern möchte und habe eine Trainerin kontaktiert. Gemeinsam haben wir viele kleine Ziele formuliert, uns auf das Positive fokussiert und schnell erste Erfolge gefeiert. Der Druck, den ich mir selbst gemacht habe, ist der Euphorie und dem Elan gewichen, welche ein positives und freundliches Training mit sich bringen.

Veränderung startet mit deiner Entscheidung – und unserer Unterstützung

Vielleicht hast du beim Lesen schon daran gedacht, was du mit deinem Hund erreicht hast.
Dafür darfst du dich mal so richtig feiern!

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Über die Autor*in

Vanessa Hentschel

Vanessa Hentschel ist eine unserer Trainees bei Dog It Right. Zu ihr gehören Simon und Mara, zwei Hunde aus dem Tierschutz. Seit Juni 2020 absolviert sie ein Fernstudium zur Hundeverhaltensberaterin bei der ATN Akademie und wird zukünftig als Trainerin für Menschen mit Hund in Potsdam tätig sein.

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