6 Tipps, wie du eine gute Hundepension findest

Gastartikel von Anne Rosengrün

Du möchtest in den Süden fliegen und deinen Hund gut unterbringen? Die Suche nach einer passenden Unterbringung gestaltet sich oft schwierig, wenn die Verwandten oder Freund*innen nicht einspringen können. Hier erfährst du in 6 kurzen Tipps von Anne Rosengrün, wie du eine gute Hundepension finden kannst.

1. Tipp: Die Unterbringung – wie du das passende Konzept wählst

Nicht jeder Hund ist für jede Unterbringung geeignet. Es gibt prinzipiell drei verschiedene Konzepte:

  1. Zwingerhaltung
  2. Zimmerhaltung, einzeln oder in kleinen Gruppen
  3. Kompletter Familienanschluss in Gruppenhaltung

Zwingerhaltung ist die preiswerteste Unterbringung, allerdings nicht immer zu Gunsten deines Hundes. Die Hunde sind gestresst, sie sind ca. 15 – 20 Stunden am Tag allein und auch die Lautstärke der bellenden Hunde solltest du nicht unterschätzen.

Unterbringung in Zwingerhaltung ist für Familienhunde nicht zu empfehlen.

Zimmerhaltung hat den Vorteil, dass problematischere Hunde untergebracht werden können. Diese Art der Unterbringung eignet sich auch für bedingt verträgliche Hunde. Auch bei diesem Konzept sind die Hunde über Tag und teilweise auch stundenweise allein.

Zum Teil werden die Hunde in kleine Gruppen zusammengestellt und haben Hundegesellschaft.

Die Preise variieren und sollten bei der Wahl einer guten Hundepension nicht im Vordergrund stehen.

Die Unterbringung in der Gruppe mit komplettem Anschluss an die Familie ist die beste Möglichkeit einer Unterbringung. Die Hunde werden in einer Gruppe gehalten und haben viele Möglichkeiten für Sozialkontakte.

Die Gruppengröße ist sehr unterschiedlich: Von zwei bis vier bis zu zehn und mehr Gasthunden.

Die Preise sind sehr hoch, da die Unterbringung individueller ist und die Hunde sehr häufig mehrere Stunden spazieren geführt werden.

Gewerbliche Hundepensionen mit einer familiären Unterbringung richten ihr Leben sehr häufig nach den Hunden aus, dadurch müssen Hunde wenig bis gar nicht allein bleiben.

2. Tipp: Erste Kontaktaufnahme

Meist erfolgt der erste Kontakt über Telefon, E-Mail oder Facebook.

Viele Hundepensionen sind auf Grund der Arbeit schlecht erreichbar, rufen aber gern abends oder zu Bürozeiten zurück.

Am Telefon oder per E-Mail ist es sinnvoll, gleich in der ersten Kontaktaufnahme Informationen zu seinem Hund mitzuschicken: Name, Rasse, Alter, Geschlecht und Charaktereigenschaften und eventuelle Probleme.

So kann die Hundepension den Hund gleich ein wenig einschätzen und deutlich präziser antworten als mit einer sehr allgemeinen Anfrage.

Ein Spaziergang oder ein Treffen im Voraus ist ein Muss.

Kein Hund sollte mehrere Wochen in eine fremde Hundepension ohne ein Treffen zum Kennenlernen.

Worauf du beim ersten Treffen achten solltest?

  • Umgang mit den Hunden: Freundlicher Umgang mit viel Rücksichtnahme bei ängstlichen Hunden. Dabei achtet die Hundesitter*in auf ihre eigene Körpersprache.
  • Sauberkeit: Hundehaare und mit unter auch etwas Dreck sind normal im Tagesgeschäft einer Hundepension, es sollte nicht streng riechen und die Decken, Körbchen und Näpfe sollten sauber sein.
  • Kenntnisse über die Grundlagen im Hundetraining: Da ein Hund immer und überall lernt, also auch während seiner Zeit in der Hundepension, sollte die Hundebetreuer*in ein Grundwissen über das Lernen von Hunden besitzen.
  • Erste-Hilfe-Kurs: Dies lässt sich meist auf der Homepage unter Referenzen oder Qualifikation nachlesen.
  • Sympathie zwischen Mensch-Hund-Team und der Hundebetreuer*in: Dies ist ein sehr subjektiver Punkt, spielt aber dennoch eine Rolle bei der Unterbringung des Hundes. Mensch und Hundekund*in sollten sich wohlfühlen und oft entscheidet der erste Eindruck.

3. Tipp: Trainingstechnik

Ich würde mich freuen, wenn es nur freundliche und liebevolle Hundebetreuer*innen gäbe, leider ist das nicht so. Daher lohnt sich ein Blick auf die Referenzen bzw. Qualifikationen auf der Homepage und ein kritischer Blick auf die Trainingstechnik des Hundebetreuers.

Ich empfehle aus eigener Überzeugung nur positiv arbeitende Hundepensionen.

Woran du eine positiv arbeitenden Hundesitter*in erkennen kannst:

  • Brustgeschirr wird bevorzugt und empfohlen. Der Großteil der Hunde trägt ein Brustgeschirr.
  • Es werden Leckerlies verwendet- im besten Fall wird mit Markersignalen gearbeitet.
  • Es wird auf Zisch- und Schreckreize verzichtet – Wurfketten, Rappeldosen und Sprühflaschen sind tabu.
  • Schleppleinen werden grundsätzlich am Brustgeschirr befestigt, nicht am Halsband.
  • Bei potentiellen Auslösern für unerwünschtes Verhalten wird den Hunden ein Alternativverhalten angeboten, beispielsweise bei Jogger*innen das zur-Seite-Gehen und Absitzen.

4. Tipp: Probeschlafen

Bei einem Aufenthalt in der Hundepension von mehr als ein paar Tagen empfiehlt sich das Probeschlafen, um zu testen, wie sich der Hund verhält und wie es dem Hund gefällt. Beim Probeschlafen können sich der Hund und die Betreuer*in schon etwas annähern und Kontakt zu einander aufnehmen.

Vor dem Probeschlafen können gemeinsame Spaziergänge stattfinden oder auch die Mitnahme des Hundes durch die Hundesitter*in auf Gassirunden zur Eingewöhnung.

5. Tipp: Frühzeitig buchen

Wer für seinen Hund zwei Wochen vor den Sommerferien einen Pensionsplatz sucht, wird häufig enttäuscht und muss sich mit der drittbesten Lösung abfinden.

Gute Hundepensionen sind meist schon sechs Monate (oder länger) vor den Ferien ausgebucht. Während der Hauptsaison in den Sommer- und Weihnachtsferien ist eine frühzeitige Buchung empfehlenswert.

Den Platz für deinen Hund in einer guten Hundepension solltest du ca. neun Monate im Voraus buchen, um dir einen der begehrten Plätze zu sichern.

6. Tipp: Fahrtstrecke

Für eine gute Hundepension lohnt sich auch eine weite Anfahrt. Mit etwas Glück findest du eine gute Hundepension gleich bei dir um die Ecke, aber auf dein Glück solltest du dich nicht verlassen.

Eine Fahrtstrecke von bis zu 150km für eine geeignete Hundepension ist zwar ein großer Zeitaufwand, aber es lohnt sich für deinen Hund und deinen stressfreien Urlaub.

 

Über die Autorin

Anne Rosengrün betreibt seit 2006 Sanny’s Hundeservice und kümmert sich mit großer Leidenschaft um ihre Fell-Kunden in Nürnberg.

Seitdem geht sie mit gutem Beispiel voran und bildet sich kontinuierlich fort – seit 2013 ist sie geprüfte CumCane®-Trainerin und seit 2015 besucht sie eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und zur Hundephysiotherapeutin bei der Akademie für Tiernaturheilkunde.

Ihr Wissen als Trainerin und Hundesitterin gibt sie seit 2014 in Seminaren und in der ersten deutschlandweiten Ausbildung für Dogwalker weiter.

Bleib mit Anne im Kontakt über ihre Ausbildung für Dogwalker und ihrem Hundeservice bei Facebook.

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