Beim Welpen fanden wir’s noch süß. Jetzt wiegt dein Hund 30 Kilo, war gerade in der Pfütze und springt freudestrahlend deiner Nachbarin in die Arme. Die hat jetzt Pfotenabdrücke auf der Jacke. Vielleicht auch im Gesicht, ob sie will oder nicht.
Wenn du deinem Hund das Anspringen abgewöhnen willst, bist du hier genau richtig. Ich zeige dir, warum Hunde überhaupt anspringen – und wie du es trainierst, ohne deinen Hund zu bestrafen oder ihm Angst zu machen.
Musst du deinem Hund Anspringen abgewöhnen?
Anspringen ist nicht gleich Anspringen. Ob du daran trainieren musst, kannst nur du entscheiden. Eines ist aber klar: andere Menschen anspringen sollte dein Hund nicht. Nicht jeder Mensch mag das und nicht jede*r kann damit umgehen. Rücksicht auf andere gehört einfach dazu, wenn du mit deinem Hund unterwegs bist.
Dafür brauchst du aber nicht immer Training. Manchmal reicht es, Situationen clever zu managen.
Warum springen Hunde an? – die häufigsten Gründe
Wenn ein Hund anspringt, denken wir meistens sofort: der will hallo sagen, der freut sich einfach so krass. Aber das ist nicht immer so. Schau dir erst mal genau an, was dein Hund macht – und was dir seine Körpersprache zeigt. Und dann interpretierst du das. Denn nur wenn du weißt, warum dein Hund wirklich anspringt, kannst du gezielt daran trainieren.
Stress, Frust und Übersprungsverhalten
Wenn mein Hund Paco hat sehr selten Menschen angesprungen. Wenn es passiert ist, war es aber immer in einem Moment, wo er sehr aufgeregt war. Bei ihm war das Anspringen Übersprungsverhalten – denn in dem Moment war immer irgendein anderer Hund dabei, in dessen Nähe er sich nicht so wohlgefühlt hat.
Anspringen kann passieren, wenn dein Hund zwischen zwei Motivationen hin- und hergerissen ist und er deshalb Konflikt- oder Übersprungsverhalten zeigt. Aber Hunde springen auch an, wenn sie gestresst oder frustriert sind. Denn unter Stress können Hunde ihre emotionalen Reaktionen nicht mehr so gut regulieren und das Gehirn des Hundes kann nicht mehr so gut auf das zurückgreifen, was er gelernt hat. Das entspannte Stehenbleiben oder das Sitzen? Darauf kann der Hund in diesem Moment einfach nicht mehr zugreifen.
Podcast-Tipp Folge 59: Frustration beim Hund
Abwehrendes Anspringen
Ein Hund kann Menschen auch anspringen, um sie abzuwehren – also um sie auf Abstand zu halten oder wirklich zu vertreiben. Wenn du das einmal erlebt hast, merkst du’s eigentlich sofort. Denn in diesem Moment hat der Hund eine sehr hohe Muskelspannung, setzt viel Kraft ein und du siehst in seiner Körpersprache deutliche Signale aus dem Bereich Aggressionsverhalten.
Wenn ein Hund dich anspringt, um dich abzuwehren, und du dadurch einen Schritt zurückgehst oder stehen bleibst und nicht näher kommst, hat der Hund sein Ziel erreicht. Er hat dann die (vermeintliche) Bedrohung gestoppt. Das verstärkt sein Verhalten natürlich.
Wenn du aber nicht zurückgehst, läufst du Gefahr, dass der Hund noch mehr oder stärkeres Aggressionsverhalten zeigt.
Wenn dein Hund Menschen anspringt, um sie abzuwehren und sich Abstand zu verschaffen: bitte nutze Management und sorge dafür, dass dein Hund und alle anderen sicher sind.
Lesetipp: Aggressiver Hund – warum Hunde aggressiv reagieren und was du tun kannst
Die straffe Leine
Eine straffe Leine sorgt dafür, dass dein Hund aufgeregter wird. Das Hundegehirn hat gelernt: Leine straff bedeutet gleich passiert was – etwas Aufregendes, etwas Gruseliges, etwas Tolles oder etwas Frustrierendes. Und plötzlich springt dein Hund Menschen an, obwohl er das an lockerer Leine gar nicht machen würde.
Das bedeutet nicht, dass du ab jetzt die Leine immer locker halten musst – ganz ehrlich, das wirst du nicht immer schaffen. Aber es lohnt sich, genau das zu beobachten: Sorgt eine straffe Leine dafür, dass das Anspringen schneller, öfter oder intensiver passiert? Das ist wichtig für dein Training.
Anspringen ist erlernt!
Wenn ein Hund immer wieder anspringt, steckt da immer irgendetwas dahinter, das dieses Verhalten am Leben hält. Irgendetwas in der Situation ist für deinen Hund nützlich – es hilft ihm, befriedigt ein Bedürfnis, macht die Situation leichter oder gibt ihm irgendetwas, das er gerade braucht.
Das bedeutet nicht, dass immer die Menschen schuld sind, die deinen Hund dann begrüßen, wenn er springt. Es ist oft viel komplexer als das. Aber es lohnt sich, genau hinzuschauen: Was bekommt dein Hund aus diesem Verhalten? Dann weißt du, wo du ansetzt – und wie du deinem Hund wirklich helfen kannst.
Podcast-Tipp Folge 135: Warum ist mein Hund so viel anstrengender als andere Hunde?
Als Trick – gewollt und ungewollt
Du kannst deinem Hund beibringen, dich auf Signal anzuspringen. Viele Menschen machen dabei aber einen Fehler: Sie bauen kein eindeutiges Signal dafür auf. Und dadurch missversteht dein Hund dich manchmal und springt an, obwohl du das gerade gar nicht willst.
Es kann auch sein, dass dein Hund ganz zufällig gelernt hat: Wenn der Mensch einen Ball in der Hand hat, muss ich hochspringen und dann fliegt der Ball endlich. Der Ball wird zum Signal fürs Hochspringen. Oder: Wenn ich schnell genug anspringe, fällt das Leckerli aus der Hand und ich kann es schnell vom Boden aufsammeln. Manche Hunde lernen das sehr, sehr schnell. Erst sind sie aufgeregt, dann merken sie zufällig: oh, wenn ich hochspringe, fällt der Keks runter. Und schon versuchen sie es immer wieder.
Und wenn der Mensch dann auch noch komplett ausrastet und Druck macht? Springt der Hund noch mehr – weil er so aufgeregt ist und versucht, ans Leckerli zu kommen.
Der Hund belohnt sich selbst
Für manche Hunde ist Anspringen einfach selbstbelohnend – die haben schlicht Spaß daran. Egal wie du dich verhältst oder wie sehr du deinen Hund ignorierst, er springt einfach. Das ist wichtig zu wissen: Ignorieren hilft in diesem Fall gar nicht.
Das solltest du lassen, wenn dein Hund anspringt
Wenn du deinem Hund das Anspringen abgewöhnen willst, gibt es ein paar Dinge, die du ab sofort lassen solltest.
Wegschubsen oder Knie in den Bauch
Bitte nicht. Wenn es funktioniert, dann nur weil es deinem Hund wehtut oder weil es ihm Angst macht. Und das willst du nicht – nicht für deinen Hund, nicht für eure Beziehung. Schmerz und Angst stressen deinen Hund immer. Und Stress kann dafür sorgen, dass das Anspringen sogar schlimmer wird. Kein guter Deal.
Deinen Hund von allen Menschen fernhalten
Auch keine Lösung im real life. Du kannst nicht immer allen Menschen ausweichen und wenn dann plötzlich doch eine Person in eure Nähe kommt, springt dein Hund wieder und du hast gar keinen Plan B. Und außerdem wäre es echt schade für deinen Hund, wenn er Menschen mag und gar keinen Kontakt mehr zu ihnen haben kann und du deswegen auch selbst viel weniger Kontakt zu anderen Menschen hast.
Ignorieren
Manchmal kann das tatsächlich helfen – aber wenn du diesen Artikel liest, weil dein Hund öfter Menschen anspringt, hilft es euch höchstwahrscheinlich nicht.
Zum einen können wir einen anspringenden Hund oft gar nicht ignorieren – weil es wehtut, lästig ist, unsere Klamotten zerstört und die Grenzen anderer Menschen verletzt. Zum anderen ist Anspringen für manche Hunde selbstbelohnend. Die springen einfach, egal was du machst – oder sie kommen dadurch an irgendetwas ran, das ihnen wichtig ist.
Und wenn dein Hund fremde Menschen anspringt, ist Ignorieren sowieso keine Option.
Deshalb schauen wir uns jetzt an, wie du es wirklich im Training angehen kannst.
Hund Anspringen abgewöhnen – so trainierst du es
Bevor du anfängst, deinem Hund das Anspringen abzugewöhnen, frag dich einmal kurz: Was soll mein Hund stattdessen tun?
- Rumstehen?
- Schnüffeln?
- Den Menschen ansehen?
- Einen Salto machen?
Das klingt erstmal simpel – aber es macht einen großen Unterschied, wenn du weißt, was du eigentlich trainieren willst.
Alle vier Pfoten auf dem Boden!
Mein Ziel im Training ist immer dasselbe: alle vier Pfoten auf dem Boden. Kein Sitzen, kein Hinlegen – einfach nur stehen, ohne hochzuspringen. Denn wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind, springt dein Hund definitiv keinen Menschen an.
Fang damit an, genau zu beobachten – wann hat dein Hund alle vier Pfoten auf dem Boden? Genau diesen Moment fängst du mit deinem Markersignal ein und belohnst deinen Hund dafür. Dein Hund muss lernen, dass er ein anderes Verhalten statt Anspringen zeigen kann. Und diese anderen Verhaltensweisen müssen sich für ihn lohnen.
Hunde, die seit Jahren andere Menschen anspringen, wenn sie sie begrüßen, machen das gar nicht mehr bewusst. Das läuft einfach automatisch ab – wie bei jemandem, der seit 30 Jahren Führerschein hat und jeden Tag Autobahn fährt. Der denkt nicht mehr drüber nach, der fährt einfach. Genauso soll das Dastehen auf allen vier Pfoten irgendwann automatisch ablaufen. Dafür braucht es Zeit, viele Wiederholungen – und deinen Support dabei.
Und wenn du gerade denkst: „Mein Hund springt ja gar nicht immer.“ – super! Dann hast du gerade richtig viele Chancen, deinen Hund dafür zu belohnen, wenn er alle vier Pfoten auf dem Boden hat. Nutz das unbedingt aus und verstärke genau dieses Verhalten.
Buchtipp: Markertraining für Hunde – alles über Markersignale und wie du sie einsetzt
Manage deinen Hund!
Damit dein Hund das Anspringen verlernt, sollte er so wenig wie möglich die Chance haben, Menschen anzuspringen. Das klingt einfach und fast alle unterschätzen das total.
Du musst im Alltag aufmerksam sein, die Situation im Blick haben und proaktiv reagieren – bevor dein Hund überhaupt auf die Idee kommt hochzuspringen. Dein Hund sollte deswegen an der Leine sein, am besten an einem gut sitzenden Brustgeschirr. Das gibt dir zusätzliche Sicherheit – denn selbst wenn dein Hund anspringen will oder es schon macht, kannst du ihn damit viel besser einsammeln und stoppen, ohne ihn irgendwie am Körper packen zu müssen.
Und wenn du weißt, in welchen Situationen dein Hund anspringt, kannst du schon vorher proaktiv reagieren, zum Beispiel so:
- deinen Hund ansprechen
- ihn zu dir rufen
- ein anderes Verhalten mit Signal abfragen
- ablenken
- mehr Abstand nehmen
Und noch was Wichtiges: Management bedeutet nicht, dass du einfach nur vermeidest. Management kann auch heißen: Ich helfe meinem Hund durch die Situation – mit Abstand, mit Ablenkung, mit einem Signal. Ich helfe ihm, alle vier Pfoten auf dem Boden zu lassen. Damit er überhaupt lernen kann, was eine bessere Strategie ist.
Schritt für Schritt trainieren ohne Anspringen
Finde erst mal raus, in welchen Situationen dein Hund anspringt und was genau das Anspringen auslöst. Und dann zerlegst du genau diese Situation in kleine Schritte.
Wichtig: Dein Training beginnt nicht erst, wenn dein Hund schon hochspringt. Es beginnt viel früher – in dem Moment, wo dein Hund bemerkt, dass ein anderer Mensch auftaucht. Denn je näher der Mensch kommt, je mehr er redet oder sich mit deinem Hund beschäftigt, desto eher springt dein Hund hoch. Und genau da wollen wir ansetzen – damit dein Hund überhaupt die Chance hat, die neue Strategie zu lernen: alle vier Pfoten bleiben auf dem Boden.
Stell dir das wie ein Videospiel vor. Du startest mit dem einfachsten Level und arbeitest dich dann Schritt für Schritt nach oben. So sieht das aus:
Deine erste Aufgabe: Zerleg die Situation in Level
Besonders wenn dein Hund fremde Menschen anspringt, lohnt es sich, die Situation in Level zu zerlegen. Hier ist eine Beispielübersicht – schau, welche Level auf euch zutreffen und passe sie an eure Situation an:
Level 1 – ganz easy:
- Mensch in 10 Metern Abstand, der deinen Hund nicht anschaut
- Mensch in 10 Metern Abstand, der deinen Hund anschaut
- Mensch in 10 Metern Abstand, der irgendetwas sagt – egal was, aber eben keine Begrüßung.
Level 2 – etwas schwieriger:
- Mensch in 5 Metern Abstand, der „Hallo“ sagt
- Mensch in 5 Metern Abstand, der auf euch zuläuft
- Mensch in 5 Metern Abstand, der mit den Armen wedelt oder sich bewegt
- Mensch in 5 Metern Abstand, der deinen Hund direkt anspricht
Level 3 – jetzt wird’s ernst:
- Mensch in 3 Metern Abstand, der „Hallo“ sagt
- Mensch in 3 Metern Abstand, der deinen Hund mit hoher Stimme anspricht
- Mensch in 3 Metern Abstand, der in die Hocke geht
- Mensch in 2 Metern Abstand, der auf euch zuläuft und dich begrüßt
So läuft das Training ab
Schritt 1: Markersignal im richtigen Moment
Du startest immer bei Level 1. Dein Hund schaut den anderen Menschen an – und hat dabei alle vier Pfoten auf dem Boden? Dann gibst du sofort dein Markersignal und belohnst deinen Hund.
Wichtig: Wenn du dein Markersignal gegeben hast, schaut der Mensch, mit dem ihr trainiert, deinen Hund nicht mehr an, redet nicht mehr mit ihm und ignoriert ihn einfach. Das ist wichtig – weil sonst zu viel auf einmal passiert und es für deinen Hund zu schwer wird.
Schritt 2: Level steigern
Schafft es dein Hund, an lockerer Leine und ohne groß aufgeregt zu sein, das ein paar Mal mitzumachen – alle vier Pfoten auf dem Boden? Dann steigerst du erst die Schwierigkeitsstufe innerhalb des Levels und gehst dann weiter zu Level 2, dann zu Level 3 und so weiter.
Schritt 3: Belohnungen variieren
Als Belohnung kannst du Leckerli einsetzen, deinen Hund stimmlich loben oder mit ihm spielen. Und wenn du sicherer im Ablauf wirst, fang schnell an die Belohnungen zu variieren – wirf das Futter mal auf den Boden, wirf es weg, spiel damit, setz auch mal stimmliches Lob ein. Je mehr du variierst, desto besser.
Ab jetzt: jede Begrüßung so gestalten
Ab jetzt gestaltest du jede Begrüßungssituation so – egal ob ihr einen neuen Menschen kennenlernt oder jemanden trefft, den ihr schon kennt. Denn nur so hat dein Hund wirklich die Chance, Schritt für Schritt zu lernen, dass alle vier Pfoten auf dem Boden bleiben. Und du wirst immer besser im Beobachten deines Hundes, verlierst die Angst vor solchen Situationen und wirst immer besser darin, deinen Hund in dem Moment zu supporten. Das wird irgendwann zu einem supercoolen, entspannten Begrüßungsritual – die Leine bleibt locker, dein Hund wird entspannter und besser ansprechbar.
Wenn’s gerade schwieriger ist
Wenn dein Hund gerade in der Pubertät oder Jugendentwicklung ist – oder generell in einer Lebensphase, wo er sehr gestresst ist – wird das für ihn definitiv schwieriger. Dann braucht er mehr Support von dir, du solltest mehr managen und vor allem die Schwierigkeitsgrade in den Leveln viel langsamer steigern.
Lesetipp: Impulskontrolle beim Hund: So trainierst du sie im Alltag
Was tun, wenn dein Hund in die Leine springt?
Springt dein Hund doch an oder in die Leine, bist du zu schnell vorgegangen. Dann wähle noch kleinere Zwischenschritte in den Leveln.
Wenn es passiert: Sprich deinen Hund an, ruf ihn zu dir und reflektiere danach in Ruhe, was gerade zu viel war oder zu schnell ging. Und dann passt du deinen Plan mit den Leveln entsprechend an.
Was, wenn dein Hund gar keinen Kontakt will?
Wenn du beim Training merkst, dass dein Hund wirklich überhaupt keinen Bock auf andere Menschen hat, dann setz dich unbedingt erstmal damit auseinander. Das Training am Anspringen würde dir in dem Fall nicht schaden, aber es wäre wahrscheinlich Zeitverschwendung. Denn dann müsstest du an ganz anderen Stellen ansetzen, das Verhalten deines Hundes noch mal genauer anschauen und anders vorgehen.
Lesetipp: Aggressiver Hund: Warum Hunde aggressiv reagieren – und was du tun kannst
Ja, das ist jetzt viel. Ich weiß. Aber weißt du was? Du hast gerade mehr über das Anspringen deines Hundes gelernt als die meisten Menschen, die einfach googeln „Knie in den Bauch, hilft das?“ Spoiler: hilft nicht. Und jetzt weißt du, warum und was stattdessen funktioniert.
Wenn dein Hund draußen sowieso nicht erreichbar ist
Wenn dein Hund Menschen anspringt, sobald sie auftauchen – dann ist das oft nicht nur ein Anspring-Problem. Dann ist dein Hund in diesen Momenten einfach nicht erreichbar. Und solange das so ist, bleibt das Training am Anspringen schwierig.
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Hund Anspringen abgewöhnen – eure häufigsten Fragen
Das hängt davon ab, wie lange dein Hund das Anspringen schon zeigt, wie oft du trainierst und in welchen Situationen es passiert. Hunde, die seit Jahren anspringen, brauchen mehr Zeit als Hunde, bei denen es gerade erst anfängt. Wer regelmäßig trainiert und die Level langsam steigert, sieht aber oft schon nach wenigen Wochen erste Veränderungen.
Weil die Situation mit fremden Menschen für deinen Hund eine andere ist. Fremde sind aufregender, unbekannter und dein Hund weiß noch nicht, wie er damit umgehen soll. Bei dir läuft alles schon automatisch ab und er fühlt sich sicher. Bei fremden Menschen fehlt deinem Hund noch die Erfahrung, dass auch da alle vier Pfoten auf dem Boden bleiben können.
Klar. Denn ab und zu bedeutet, dass dein Hund noch keine zuverlässige Alternative gelernt hat. Und genau diese Situationen, wo es nur manchmal passiert, sind oft die besten Trainingsmöglichkeiten – weil dein Hund noch nicht so weit hochgedreht ist und du viele Chancen hast, das passende Verhalten, also alle vier Pfoten auf dem Boden, zu belohnen.
Weil Ignorieren nur funktioniert, wenn das Anspringen durch deine Reaktion verstärkt wird. Wenn dein Hund aber selbstbelohnend springt – also einfach Spaß daran hat – interessiert ihn dein Ignorieren herzlich wenig. Und wenn dein Hund fremde Menschen anspringt, kannst du die sowieso nicht einfach ignorieren. Ignorieren allein löst das Problem nicht.
