Mein Hund Paco kam aus dem Tierschutz. Irgendwann wollte er abends nicht mehr vor die Tür, weil er ahnte, dass es draußen wieder knallen könnte. Einmal ein heftiges Silvester in der Stadt hatte gereicht. Erst hatte er nur Angst vor Böllern, dann aber auch vor Dunkelheit und am Ende wollte er gar nicht mehr rausgehen. Nicht mal mehr, um kurz Pipi zu machen.
Und Paco ist kein Einzelfall. Bei vielen Hunden wird die Silvesterangst von Jahr zu Jahr schlimmer. Sie fängt bei den Böllern an und irgendwann bekommt dein Hund vor immer mehr Dingen Angst. Aber mit dem richtigen Silvestertraining kannst du deinen Hund vorbereiten, selbst wenn er sich wie Paco kaum noch zum Pipimachen raustraut.
Warum sich Silvestertraining wirklich lohnt
Vielleicht denkst du grad: Muss ich da wirklich Wochen vorher ein Silvestertraining machen? Reicht es nicht, wenn ich am 31. einfach die Rollläden runtermache?
Ein bisschen was kannst du in der Nacht selbst tun. Aber richtig helfen kannst du deinem Hund nur, wenn du ihn vorher vorbereitest.
Was passiert, wenn du nichts tust:
- Dein Hund reagiert nächstes Jahr oft noch heftiger als dieses Jahr.
- Er hat immer mehr Stress. Und je gestresster dein Hund ist, desto empfindlicher und reizbarer wird er, auch im ganz normalen Alltag.
Was du mit dem Training erreichst:
- Dein Hund weiß, was er tun kann, wenn es knallt. Er sitzt nicht mehr hilflos in der Ecke, sondern hat einen Weg, sich selbst zu helfen.
- Du weißt auch, was zu tun ist. Du stehst nicht mehr verzweifelt daneben und wirst nicht wütend auf die Böller, deinen Hund oder dich selbst.
Und noch was: Feuerwerk gibt es nicht nur am 31.12. Das knallt das ganze Jahr über. Dazu kommen Gewitter im Sommer. Und ganz ehrlich, dir fällt erst auf, wie oft es im Alltag eigentlich knallt, wenn du einen Hund hast, der jedes Mal zusammenzuckt. Dann ist es aber fast schon zu spät. Wie du deinem Hund bei Gewitter hilfst, zeige ich dir übrigens hier:
Lesetipp: Hund bei Gewitter beruhigen
Wann du mit dem Silvester-Training anfangen solltest
Am besten jetzt. Egal, welcher Monat gerade ist.
In meinem Silvester-Training starte ich jedes Jahr mit den Teilnehmer*innen erst Anfang Dezember. Das sind gerade mal vier Wochen bis Silvester, aber oft nur wenige Tage, bis es bei den meisten das erste Mal knallt. Und trotzdem tut sich in dieser kurzen Zeit unglaublich viel. Mitten im Training schrieb mir ein*e Teilnehmer*in:
„Wir waren auf dem Abendspaziergang und plötzlich gehen China-Böller los. Wir: blitzschnell gemarkert. Er stand still und ist tatsächlich mit uns weitergelaufen.“
Wenn du früher startest, kannst du natürlich noch mehr rausholen. Ihr übt dann in klitzekleinen Schritten, dein Hund wächst ganz in Ruhe rein und auch du gehst das Ganze viel entspannter an. Ein paar Minuten am Tag reichen oft schon.
Und wenn Silvester schon morgen ist? Dann bringt dir ein langfristiges Training gerade nichts mehr. Aber machtlos bist du trotzdem nicht. Für genau diesen Fall habe ich dir einen Notfallplan erstellt:
Lesetipp: Notfallplan für dein Silvester mit Hund
Wenn du noch ein paar Wochen oder Monate hast, dann bleib hier. Jetzt kommt das eigentliche Training.
Die drei Bausteine fürs Silvester-Training
Gutes Silvester-Training besteht aus drei Bausteinen. Jeder für sich hilft deinem Hund schon, aber zusammen wirken sie am stärksten:
- Wohlbefinden: dafür sorgen, dass es deinem Hund im Alltag gut geht
- Entspannung: deinem Hund helfen, runterzukommen
- Bewältigung: deinem Hund eine Strategie geben, wenn es knallt
Schauen wir uns die drei der Reihe nach an.
Baustein 1: Sorg dafür, dass es deinem Hund gut geht
Das klingt erstmal simpel, ist aber der wichtigste Baustein. Wie gut dein Hund mit Böllern klarkommt, hängt stark davon ab, wie es ihm sonst in seinem Leben geht.
Stell dir zwei Tage bei dir selbst vor. An einem guten Tag bist du ausgeschlafen und entspannt. Wenn dann neben dir was scheppert, zuckst du kurz zusammen und eine Minute später ist es vergessen. An einem miesen Tag bist du übermüdet, gereizt und dünnhäutig. Jetzt scheppert dasselbe und du verlierst fast die Nerven.
Genau so ist es bei deinem Hund. Geht es ihm grundsätzlich gut, ist ein Knall nur eine kurze Irritation und danach geht euer Spaziergang weiter. Ist seine Grundstimmung schlecht und er sowieso schon dauergestresst, dann wird derselbe Knall zum Weltuntergang.
Deshalb lohnt es sich, in den Wochen vor Silvester genau hinzuschauen:
- Welche stressigen Sachen kannst du eigentlich weglassen? Schau dir euren Alltag an und überleg, was davon gerade nicht sein muss.
- Wie kannst du dafür sorgen, dass das Zusammenleben von dir und deinem Hund weniger stressig ist? Oft sind es kleine Dinge, die viel ausmachen.
- Gib deinem Hund die Möglichkeit, richtig zur Ruhe zu kommen. Viele Hunde schlafen zu wenig und stehen ständig unter Strom. Erzwingen kannst du Schlaf nicht, aber du kannst für Ruhe sorgen, damit dein Hund leichter runterkommt.
- Schaff schöne Momente, in denen dein Hund selbst etwas tun und Erfolg haben kann. Schnüffeln, in Ruhe kauen, gemeinsam was entdecken. Das hebt seine Stimmung.
Geht dein Hund grundsätzlich entspannt durchs Leben, hat er an Silvester einfach mehr Reserven. Und genau die braucht er, wenn es draußen kracht.
Baustein 2: Hilf deinem Hund beim Entspannen
Entspannung kannst du gezielt aufbauen, lange bevor der erste Böller fliegt.
Entspannungssignale
Stell dir vor, du hast ein Wort oder einen Duft, mit dem dein Hund runterfährt. Genau das ist ein Entspannungssignal. Du verknüpfst ein Wort oder einen Duft immer wieder mit echter Entspannung, wenn dein Hund sowieso schon tief entspannt ist. Später holt dieses Signal das entspannte Gefühl zurück, auch wenn es draußen knallt.
Dein Hund entscheidet sich dabei nicht bewusst dafür. Es passiert von allein. So ähnlich, wie bei dir ein bestimmtes Lied sofort gute Laune macht oder ein Geruch dich an einen schönen Ort erinnert.
Wie krass das wirken kann, hab ich bei meinem Paco erlebt. Ich hatte einen Entspannungsduft aufgebaut, den er an Silvester auf einem Halstuch trug. Draußen flogen die Raketen, in der Ferne und direkt bei uns in der Nähe. Und Paco ist ganz freiwillig von allein rausgegangen, hat gepinkelt und ist wieder reingegangen. Vorher hatte er sein Pipi über 30 Stunden angehalten, weil er sich einfach nicht rausgetraut hat. Mit dem Duft konnte er sich endlich wieder lösen.
Lesetipp: Wie du Entspannungssignale bei deinem Hund aufbaust
Lesetipp: So baust du einen Entspannungsduft für deinen Hund auf
Hilfsmittel
Es gibt auch Hilfsmittel, die deinem Hund beim Entspannen helfen können. Ein Thundershirt* zum Beispiel liegt eng am Körper an und der sanfte Druck kann beruhigend wirken. Achte hier auf den Klettverschluss: Gerade bei Hunden, die empfindlich auf Geräusche reagieren, kann das Geräusch beim Öffnen erschrecken. Zieh es deinem Hund also in einem ruhigen Moment an, nicht mittendrin.
Ein weiteres Hilfsmittel ist der RelaxoPet Pro*, ein Gerät, das beruhigende Klänge abspielt. Am besten verknüpfst du auch diese Klänge vorher mit Entspannung und baust sie in Ruhe auf, genau wie einen Entspannungsduft. Dann wirken sie an Silvester viel besser.
Ganz wichtig bei allen Hilfsmitteln: Probier sie vorher in Ruhe aus, bevor es knallt und am besten dann, wenn dein Hund gut drauf ist. Wenn dein Hund ein Thundershirt zum ersten Mal an Silvester tragen soll und es sich komisch anfühlt, machst du es damit nur schlimmer. Bau die Sachen frühzeitig auf, dann weißt du rechtzeitig, was deinem Hund wirklich guttut.
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Baustein 3: Gib deinem Hund eine Strategie, wenn es knallt
Einmal hat es so krass geknallt, als ich mit meinen Hunden Paco und Ascii unterwegs war, dass der Boden unter unseren Füßen gewackelt hat. Ich weiß bis heute nicht, was das war. Und beide Hunde? Sind einfach stehen geblieben. Kurz in Richtung Knall geschaut, aber voll ansprechbar. Ich konnte in Ruhe zu ihnen gehen, sie anleinen, sie haben ein Stück Futter genommen und unser Spaziergang ging ganz normal weiter.
Dein Hund braucht etwas, das ihm im Moment des Knalls hilft. Denn so ein Knall stresst ihn nicht nur, er reißt ihm komplett den Boden weg. Dein Hund hat Angst, fühlt sich hilflos und weiß nicht wohin mit sich. Ein Hund, der dagegen weiß, was er tun kann, fühlt sich sicherer. Er kann selbst handeln und macht sich seinen Stress damit ein Stück weit kleiner.
Die meisten Hunde haben schon eine Strategie, nur leider eine gefährliche: Sie hauen ab. Weg vom Knall, Richtung Auto oder nach Hause. Das bringt sie zwar aus der Situation raus, aber es ist brandgefährlich. Ohne Leine ist dein Hund vielleicht über alle Berge. Und an der Leine rennt er los, ohne zu gucken, zieht dich um oder knallt selbst voll rein. Ich weiß, wovon ich rede, weil mein Paco das früher genau so gemacht hat.
Wir geben deinem Hund also eine bessere Strategie. Und die kannst du drinnen wie draußen mit ihm üben.
So funktioniert die neue Strategie
Wenn es knallt, macht fast jeder Hund erstmal dasselbe: Er hält eine winzige Sekunde inne und checkt, woher die Gefahr kommt. Denn um sich in Sicherheit zu bringen, muss dein Hund erst wahrnehmen, wo es überhaupt herkommt. Vielleicht schaut er hin, vielleicht drehen sich auch nur seine Ohren dorthin. Das geht superschnell, das ist wirklich wenig Zeit. Aber genau in diesen Moment gehen wir rein.
In der Sekunde, in der dein Hund den Knall wahrnimmt und kurz innehält, gibst du dein Markersignal. Danach kommt was Gutes. Was du deinem Hund damit sagst, ist eigentlich zweierlei auf einmal:
- „Danke, dass du stehen geblieben bist. Dafür bekommst du jetzt was Tolles von mir.“
- „Es knallt? Jetzt kommt was Schönes für dich.“
Dein Hund kennt dein Markersignal ja schon aus vielen anderen Momenten. Es fühlt sich für ihn sicher an und er hat oft Gutes damit erlebt. Danach gibst du ihm ein Leckerli. Und wenn er gerade keins mag, redest du einfach ruhig und nett mit ihm.
Buchtipp: Du arbeitest noch nicht mit einem Markersignal oder willst wissen, wie das genau funktioniert? In meinem Buch „Markertraining für Hunde“* zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du auf Augenhöhe mit deinem Hund trainierst. *Affiliate-Link. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Warum das mit der Zeit zum Selbstläufer wird
So drehst du die Strategie deines Hundes: weg von „sofort loslaufen“, hin zu „kurz stehen bleiben und auf meinen Menschen warten“. Sein Gedanke wird nach und nach: Ich muss nicht abhauen. Ich warte kurz.
Und weil das deinem Hund richtig viel Stress rausnimmt, wird das mit der Zeit fast zum Selbstläufer. Ein schöner Dominoeffekt: Die Zeit, in der dein Hund bei dir bleibt, wird länger. Und im besten Fall reagiert dein Hund überhaupt immer weniger auf Knallgeräusche, weil er sie inzwischen mit was Schönem verbindet.
Übrigens sitzt das bei mir bis heute so drin: Egal wo ich bin und es knallt laut, egal wer gerade bei mir ist, ich hab sofort mein Markerwort im Kopf und will es rausrufen. Selbst wenn ein fremder Hund neben mir stünde, würde ich einfach sofort was Nettes sagen. Denn auch ein Hund, der mein Markerwort gar nicht kennt, hat was davon, wenn im Moment des Knalls eine Person ruhig und freundlich mit ihm spricht.
Bitte such keine lauten Situationen extra auf
Das ist der größte Fehler, den viele machen: Sie finden die Idee super und knallen dann selbst tausend Geräusche, um fleißig zu üben. Bitte tu das nicht. Das stresst deinen Hund nur und durch den Stress wird alles viel schlimmer. Nutz einfach, was euch im Alltag sowieso begegnet und schone deinen Hund ansonsten eher.
„Aber belohne ich damit nicht die Angst?“
Diesen Gedanken haben ganz viele, deshalb hier ganz klar: Nein. Angst kannst du gar nicht belohnen, weil dein Hund sie sich nicht aussucht. Sie passiert einfach. Wenn du dein Markersignal gibst, sagst du deinem Hund nicht „gut, dass du Angst hast“. Du sagst ihm: „Ich bin da, gleich passiert was Schönes.“ Und das beruhigt ihn, statt ihn ängstlicher zu machen.
Podcast-Tipp Folge 113 7 Mythen über Angst vor Silvester beim Hund: Warum Ignorieren, Auspowern und andere gängige Tipps deinem Hund bei Geräuschangst oft mehr schaden als helfen.
„Aber mein Hund hört mich doch gar nicht“
Doch, das tut er. Und ich weiß, wie sich dieser Zweifel anfühlt, weil ich ihn selbst hatte. Bei Paco kam am Anfang gar keine Reaktion. Ich hab mein Markersignal gegeben und dachte nur: Das bringt doch nichts, der kriegt mich gar nicht mit. Auf einem Seminar sagte mir damals eine Trainerin: „Nein, Ulli, bleib da dran. Bleib dran.“ Also hab ich es einfach weitergemacht. Und ganz ehrlich? Es hat funktioniert. Der Effekt war die ganze Zeit da, auch wenn ich ihn erst nicht gesehen hab. Genau das hat mir überhaupt erst die Tür geöffnet, mit Paco wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.
Wenn dein Hund also nicht gehörlos ist, dann hört er dich. Vielleicht ist ihm seine Angst gerade wichtiger und er reagiert nicht sofort, weil er einfach nur weg will. Aber wahrnehmen tut er dich trotzdem. Bleib dran, so wie ich damals bei Paco.
Das klappt auch zu Hause: die Sicherheitszone
Zu Hause braucht dein Hund einen festen Rückzugsort, an dem er sich wohlfühlt und den er selbst nutzt, wenn es ihm zu viel wird. Am besten ein Ort, den er sich sowieso schon aussucht. Oft sind das enge, dunkle Plätze ohne Fenster, weil dort die Geräusche gedämpft ankommen.
Diesen Ort machst du für deinen Hund richtig gemütlich. Seine Kauartikel bekommt er genau dort. Und jetzt kommt das Schöne: Wenn dein Hund bei einem Knall von allein dorthin geht, wirkt das genauso wie dein Markersignal draußen. An diesem Ort erlebt dein Hund nämlich lauter schöne Sachen. Er kaut dort, döst, fühlt sich sicher. Er ist überhaupt nicht hilflos, sondern kann selbst was tun und das nimmt ihm ganz viel Stress. So verbindet dein Hund auch hier den Knall nach und nach mit was Gutem.
Denselben Rückzugsort kannst du übrigens auch fürs Alleinbleiben nutzen. Wie du ihn Schritt für Schritt aufbaust, zeige ich dir hier:
Lesetipp: So baust du deinem Hund einen sicheren Rückzugsort auf (am Beispiel Alleinbleiben)
Auch wenn dein Hund (noch) kein Problem mit Silvester hat
Vielleicht kommt dein Hund mit Böllern eigentlich ganz gut klar. Dann denkst du jetzt vielleicht: Brauche ich das überhaupt?
Ja. Denn alles, was ich dir hier gezeigt habe, funktioniert bei jedem Hund, egal ob er schon Angst hat oder nicht. Und Geräuschangst kann bei jedem Hund dazukommen, egal wie cool er heute noch durchs Leben geht. Ein einziges heftiges Silvester kann reichen.
Besonders wichtig wird es, wenn dein Hund älter wird, eine stressige Zeit hinter sich hat oder gesundheitlich angeschlagen ist. Dann ist dein Hund nämlich sowieso schon gestresster und genau dann entwickelt sich Geräuschangst viel leichter.
Mein Ascii hatte nie Angst vor lauten Geräuschen. Ich hab das Training trotzdem mit ihm gemacht, einfach als Vorsorge. Und genau dafür ist es auch da: damit dein Hund entspannt bleibt und es gar nicht erst so weit kommt.
Podcast-Tipp Folge 134: Keine Panikmache, aber Silvester geht alle Hunde an. Darin erkläre ich, warum Silvester wirklich jeden Hund betrifft und warum Abwarten selten eine gute Idee ist.
Bereite deinen Hund gemeinsam mit mir auf Silvester vor
Du hast jetzt die drei Bausteine, mit denen dein Hund lernt, mit Böllern klarzukommen. Vielleicht denkst du grad: Klingt cool, aber wo fang ich denn jetzt genau an? Und wann? Und wie kann ich sicher sein, dass ich das richtig mache?
Genau dafür gibt es mein Silvester-Training. Ich biete das schon seit 2016 an und es ist so angelegt, dass wir es wirklich zusammen umsetzen, Schritt für Schritt. Alles läuft zu 100% online.
Du gehst da nicht mit einer Liste an Tipps raus, die du dann allein irgendwie hinkriegen musst. Wir machen das gemeinsam, ich gehe auf dich und deinen Hund ein und du weißt am Ende genau, was zu tun ist, damit dein Hund Silvester entspannt übersteht statt zitternd in der Ecke zu liegen.
Und was dein Hund dabei lernt, hilft ihm das ganze Jahr. Bei Gewittern, bei einzelnen Böllern, bei jedem lauten Knall.
Häufige Fragen zum Silvester-Training mit Hund
Am besten so früh wie möglich. Mit ein paar Monaten Vorlauf übt ihr ganz in Ruhe und dein Hund wächst langsam rein. Aber auch wenige Wochen vorher bringen noch was. Nur wenn Silvester schon in wenigen Tagen ist, greifst du besser zum Notfallplan, weil ein richtiges Training dann keine Zeit mehr hat zu wirken.
Ganz wegzaubern lässt sich Angst nicht, denn sie ist bei lauten, plötzlichen Geräuschen angeboren und hat ihren Sinn. Aber du kannst deinem Hund helfen, viel gelassener zu werden. Mit der richtigen Vorbereitung übersteht er Silvester deutlich entspannter und erholt sich schneller.
Zittern, Hecheln und Sabbern sind Stresssymptome. Wir sehen sie besonders oft, wenn ein Hund Angst hat. Dein Hund macht das nicht mit Absicht, sein Körper fährt in den Stressmodus und das kann er nicht steuern. Bleib in so einem Moment ruhig bei ihm, biete ihm seinen Rückzugsort an und tröste ihn, wenn er das möchte. Trösten macht die Angst nicht schlimmer, versprochen. Und damit die Angst mit der Zeit kleiner wird, hilft dir das Training aus diesem Artikel.
Ja, unbedingt. Du kannst die Angst deines Hundes durch Trost nicht verstärken, das ist einer der hartnäckigsten Mythen überhaupt. Wenn dein Hund deine Nähe sucht, dann sei für ihn da. Achte nur darauf, dass du ihm das gibst, was ihm wirklich guttut, und lass ihn in Ruhe, wenn er sich lieber verkriecht.
Das ist von Hund zu Hund total verschieden. Der eine ist nach ein paar Stunden wieder der Alte, der andere braucht Tage oder bleibt wochenlang schreckhaft und will kaum noch raus. Je besser du deinen Hund vorbereitest und je weniger Stress er in der Nacht hat, desto schneller erholt er sich wieder.
Nein. Ein müder Hund ist nicht automatisch ein entspannter Hund. Wenn dein Hund total erschöpft ist, hat er trotzdem genauso viel Angst, kann aber seine Strategien nicht mehr nutzen, um sich zu helfen. Setz lieber auf Ruhe, einen sicheren Rückzugsort und das Training, statt deinen Hund vorher platt zu machen.
